Home > Vebego vitalisiert Arbeit und Pflege

Vebego drängt auf notwendige Infektionsprävention

      

Patientensicherheit in der Langzeitpflege muss dringend verbessert werden

Jährlich sterben in den Niederlanden Schätzungen zufolge mindestens 2.000* Menschen frühzeitig an den Folgen einer Infektion, die sie sich in einem Krankenhaus zugezogen haben. Zum Vergleich: Im niederländischen Straßenverkehr verlieren jährlich rund 600 Menschen ihr Leben.

Diese Zahlen rücken die Bedeutung einer durchdachten Infektionsprävention in eine ganz neue Perspektive. „Es ist ein Thema, das unsere volle Aufmerksamkeit erfordert“, meint Rita Brouwer, Managerin im Wissenszentrum von Alpheios. Nicht zuletzt, weil Infektionskrankheiten die Gesellschaft rund eine Milliarde Euro kosten. „Wenn man zudem bedenkt, was es Pflegeanbietern einbringt, wenn die Betten bei einer Evakuierung infolge eines Infektionsausbruchs nicht leer zu stehen brauchen, ergibt sich daraus ein solides Geschäftsszenario.“

Rita erklärt: „Aus unserer Untersuchung im vergangenen Jahr geht hervor, dass präventionstechnisch noch so einiges in gut gemeinten Ratschlägen und Protokollen untergeht, die von zahllosen Sachverständigen im Bereich der Infektionsprävention und Beratungsbüros aufgestellt werden. Was fehlt – und wo wir tatsächlich etwas bewirken können – das ist die Umsetzung in praktische Arbeitsverfahren und effektive Verhaltensänderungen. Mit ausreichender Unterstützung von den Reinigungskräften, Ärzten und Vorständen, aber auch von Gästen und Besuchern. Die Umsetzung bringen wir unter anderem auf den Weg, indem wir unser Wissen mit beispielsweise dem von Hago Zorg kombinieren.“

Nicht mehr von einzelnen internen Inseln gesteuert, sondern mit vereinten Kräften vorangetrieben - vom Vorstand bis zu den Mitarbeitern und Lieferanten

Bewusstsein steigern

„Als Besucher eines Lebensmittelherstellers oder Hightech-Unternehmens muss man eine ganze Reihe von Präventivmaßnahmen über sich ergehen lassen, bevor man ins Unternehmen hereingelassen wird: Stiefel an, Schutzkleidung an, Mütze auf. Eine Highcare-Klinik darf man hingegen ohne weiteres betreten, mit Kindern, die gerade noch im Bällebad gespielt haben. Ist das richtig? In der Langzeitpflege ist die Situation sogar noch extremer, da die Organisationen den Bewohnern eine häusliche, eben nicht sterile Atmosphäre anbieten wollen. Obwohl das einer Infektionsprävention keineswegs im Wege steht. Ganze 80 % aller Infektionen sind auf eine Übertragung über die Hände zurückzuführen. Notwendig sind hier vor allem die Schaffung von Bewusstsein und eine Verhaltensänderung.“

Professionalisierung für mehr Patientensicherheit

Doch wie soll man das Verhalten ändern? Rita erklärt dazu: „Indem man ganz am Anfang beginnt. Von der Beendigung von Ausbrüchen, der Beratung, dem Aufstellen eines Plans, der Schaffung von Rückhalt, der Durchführung von Schulungen, der Implementierung intelligenter Kommunikationsmöglichkeiten über die Durchführung von (Smart Building-) Messungen sowohl vorab als auch im Nachhinein bis hin zur Einführung von Verbesserungen. Und letzteres gilt für alle.

Die Professionalisierung ist unumgänglich. Alpheios ist nicht als einziger dieser Ansicht, auch das Jugend- und Gesundheitsamt wird diesen Prozess aktiv überwachen. Ich gehe davon aus, dass alle von der Bedeutung überzeugt sind. Der Weg dorthin? Wenn Sie mich fragen? Einfach einsteigen und mitmachen. Dann sorgen wir gemeinsam dafür, dass der Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung demnächst auf allen Ebenen sicherer ist als die Fahrt dorthin.“

*Die Schätzungen gehen auseinander: von 1.000 (nach einer niederländischen Untersuchung 2008) bis 3.000 (nach einer belgischen Untersuchung 2016).

Der offizielle Jahresbericht 2017 der Vebego International N.V. wurde in niederländischer Sprache verfasst und dieses Dokument stellt die deutsche Übersetzung davon dar. Diese Übersetzung wurde mit äusserster Sorgfalt erstellt, hat jedoch keinerlei offiziellen Stellenwert und somit können daraus keine Rechte abgeleitet werden.